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Auswärtsinfekt – Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Trainer

Mönchengladbach, 17.08.2013, 20:20 Uhr – Das erste Auswärtsspiel der „Roten“ ist abgepfiffen und mit einem 0:3 aus Sicht von Hannover gehen alle ganz schnell duschen. Sie wollten ihn los werden, diesen miefigen Geruch der Niederlage, das klebrige Gefühl eines Verlierers. Gegen schwere Beine und schwere Schultern hilft das immer – Eine heiße Dusche.

Nach dem ersten Heimsieg folgte nun also eine (kalte) Dusche beim ersten Auswärtsspiel und alle realisieren, das der „Auswärtsinfekt“ noch immer da ist. Gehemmte Spieler und ein ratloser Trainer sind einige Merkmale dieser „Krankheit“.Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 15 min. und gilt ab betreten des Auswärtsrasens. Vorher haben alle noch „Wir wollen spielen wie zuhause“ im Kopf, sind motiviert und reden von „wegputzen“ in der Kabine. Ein erfreut grinsender Trainer nickt ob der Motivation seiner kleinen Racker und ist stolz wie Bolle.

Der „Infekt“ schlägt zu

In der 20. Min. arbeitet der Infekt schon rund und sauber. Das Ergebnis ist das 1:0 für Gladbach durch eine schön herausgespielte – und durch den Infekt begünstigte – Situation über rechts.
Salif Sané hat noch nicht genug Spiele auf fremden Plätzen gemacht und man merkt, das sein Immunsystem erfolgreich gegen den Infekt ankämpft. Rettungsaktionen auf der Linie, geheime Zeichensprache mit dem Neuzugang Marcelo und sein geschoßartiger Antritt sind noch intakt. Er konnte nichts dafür, das Kramer ihm in der 53. Minute nach der Rettung auf der Linie doch noch den Ball durch den Körper stochert.

Japaner, Senegalesen und Belgier haben übrigens ein besonders Immunsystem. Die wissen überhaupt nichts von diesem Infekt und deshalb spielen sie einfach so, als wären sie zuhause. Ich würde bei denen mal Blut abnehmen und versuchen, daraus einen Impfstoff zu entwickeln.

Andere Nationalitäten spielen schon zu lange für 96 und das Immunsystem passt sich da einfach an das deutsche an. Hat man bei Andreasen ganz deutlich gesehen. Voll erwischt hatte es derweil Stindl und Huszti. Da stieg die Fehlpassquote schnell an, Volley-Schüsse Richtung Mond und das finden der eigenen Mitspieler wird erschwert. Die Körper von Bittencourt und Prib wurden aufgrund der etwas schmalen Körperstatur einfach überrascht. Bittencourt fühlte sich federleicht und nutzte jeden Köperkontakt zu einem vollendeten Fall. Der Infekt setzt in diesem Moment übrigens Glückshormone frei.

Transformers

Die aktuelle Situation hat es wieder gezeigt: Wir brauchen variabel einsetzbare Arme bei den Verteidigern. Hätte der sonst fleissige Sakai einfach seinen Arm zu einem Stück Rasen werden lassen, wäre 96 dieser lächerliche Elfmeter erspart geblieben.

Wir könnten auch ein Klon für Slomka gebrauchen. Einen, der 90 min. an der Aussenlinie wirbelt wie der Favre. Dann kann er selbst weiterhin nachdenklich auf der Bank sitzen und infiziert sich dann auch vielleicht nicht mit dem Infekt. Der schlägt ja nur beim Betreten des Rasens zu. Chapeau!!

Für Hustzi beantrage ich eine Kopie der Nordkurve aus dem heimischen Niedersachsenstadion, denn nur da jubelt er am liebsten. Keine Nordkurve, keine Tore. Nur die Nord darf sein Sixpack sehen, auswärtigen Kurven gönnt er diesen Anblick nicht. Muskelaufbau wäre sicher auch was für Bittencourt, damit der mal etwas robuster wird und keine Angst mehr vor dem Gegner hat. Jedenfalls nicht so viel. Weniger ist da wohl mehr. Also bitte Hantel-Training statt Lauf-Training.

Das Spiel

Ja, da war eins. Ausgang wie erwartet und am 2. Spieltag hat das keine Aussagekraft. Wenn am 8. Spieltag aber noch keine 12-14 Punkte bei Hannover stehen, empfehle ich einen Mundschutz für die Spieler.

Schönen Restsonntag wünsche ich.

2 Kommentare zu Auswärtsinfekt – Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Trainer

  • Anonymous  meint:

    Ha, ha, ha !!

    Humor ist, wenn man trotzdem lacht!!

    Schreib doch mal ein Buch – ich würde es sofort kaufen!

    Ach, wenn doch auch andere Fans das mal so lustig/zynisch sehen könnten. Aber leider wird bei einigen schon wieder der Kopf des Trainers gefordert, Spieler werden in Frage gestellt, die gesamte Saison im Vorfeld abgehakt u.s.w.!

    Beim Lesen dieses Blogs konnte ich – trotz blöder Niederlage – immerhin lachen!

    Danke!

  • Anonymous  meint:

    Eine sehr schöne Nachlese zum Spiel unserer Roten . Sollte vielleicht die Mannschaft auch lesen bin sicher Sie würden sich genau so amüsieren wie ich. Keine Panik es ist Spieltag 2 schauen wir mal wie es nach dem 8. Spieltag aussieht.

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